Agraprofit - der Film zur Kampagne "Öko + fair ernährt mehr"

Mit mittlerweile über 570.000 Aufrufe bei YouTube zählt der Kampagnenfilm „Agraprofit“ zu den erfolgreichsten entwicklungspolitischen Spots in Deutschland. Auch dieser bediente sich erfolgreich der Methode "Kommunikationsguerilla".

Der fünfminütige Film porträtiert den fiktiven Lebensmittelkonzern „Agraprofit", der Kaffee, Bananen, Schokolade, Wurst und Eier auf einem Wochenmarkt verkauft und dabei schonungslos transparent seine unethischen Geschäftspraktiken offenlegt: ausbeuterische Kinderarbeit, Gewerkschaftsverbot, Pestizideinsatz, Käfighaltung und Urwaldrodung. Der vermeintlichen Rechtfertigung hierfür - unschlagbar günstige Preise – folgt die Frage: Werden die Leute zugreifen? Was der Film daraufhin zeigt, löst laut Kommentaren der ZuschauerInnen im Internet Wut, Lachen, Staunen oder Entsetzen aus, in jedem Fall aber Nachdenken. Jedem Betrachter wird indirekt die Frage gestellt: Wie hätte ich reagiert? Der Kurzfilm ist Teil der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!" von Naturland und Weltladen-Dachverband und soll die ZuschauerInnen daran erinnern, dass es Alternativen zu den zerstörerischen Handels- und Produktionsbedingungen gibt. „Wir wollen die Menschen aufrütteln und appellieren, kritischer hinzuschauen und hinzuhören, was wir täglich konsumieren," so Anna Hirt, Kampagnen-Koordinatorin beim Weltladen-Dachverband. Gleichzeitig soll der Film auch auf die globale Schieflage im Agrar- und Ernährungssystem aufmerksam machen. „Auch Handel und Politik sind gefragt, die Rahmenbedingungen unserer Lebensmittelproduktion gerechter und ökologischer zu gestalten," so Agnes Bergmeister, Kampagnen-Koordinatorin bei Naturland.