Gute Gründe für ein Plastikfreies Leben

Plastik überschwemmt sprichwörtlich unsere Meere und bedroht sensible Ökosysteme. Rund 176 Kilogramm Plastik verbraucht jeder von uns pro Jahr. Leere Joghurtbecher, Shampoo-Flaschen, Plastiktüten, Verpackungsmüll und jede Menge Einwegplastik.

Plastikfrei hilft der Umwelt

Plastik ist ein problematisches Material: Zum einen, weil es den Rohstoff Erdöl enthält und zum anderen, weil es nicht biologisch abbaubar ist und dadurch weltweit Städte, Landschaften und Meere verschmutzt.

Plastikmüll ist eine der größten Gefahren für den Planeten, weil er sich zu Millionen Tonnen in der Umwelt ansammelt. Eine ins Meer geworfene Plastikflasche benötigt ca. 450 Jahre, bis sie in kleine Plastikpartikel, sogenanntes Mikroplastik, zersetzt ist. Vollständig können Plastikflaschen von der Natur nie abgebaut werden, da sie aus künstlichen Substanzen bestehen.

Plastikfrei schützt unsere Lebensgrundlagen

Auf den Weltmeeren schwimmen Teppiche aus Plastikmüll, die die Größe von Kontinenten erreichen. Während der Müll in immer kleinere Teile zerfällt, reichert er sich in der Nahrungskette an und gelangt schließlich auch auf unsere Teller. Das zersetzte Plastik mischt sich mit der Nahrung vieler Meerestiere wie Schildkröten und Fische.

Bis zum Jahr 2050 könnte es mehr Plastik als Fische in den Weltmeeren geben. Im selben Jahr wird voraussichtlich in den Mägen von 99% aller Seevögel Plastik festgestellt werden können.

Doch das ist nicht alles: Plastikbestandteile sind Gift für unseren Körper und verändern unseren Hormonhaushalt. Sogenanntes Mikroplastik (Plastik das kleiner als 5mm ist), befindet sich außerdem in Shampoo, Duschgel und Co. und kann von den Kläranlagen nicht daran gehindert werden, direkt in unsere Gewässer zu gelangen.

Abfall auf Reisen – Der Export von Plastikmüll

Etwa eine Million Tonnen Plastikabfälle exportiert Deutschland jährlich über seine Grenzen, größtenteils nach Malaysia, Indien,Vietnam und Indonesien, doch auch süd- und osteuropäische Länder gehören zu den Empfängern unserer Plastikabfälle.  Dort wird der Müll, teilweise von Hand, auseinandergenommen, um mit den wiederverwertbaren Bestandteilen Geld zu verdienen. Das Problem: Ein großer Teil des Plastikmülls liegt auf illegalen Deponien herum und verschmutzt die Umwelt oder wird illegal verbrannt und gefährdet damit die Gesundheit der dort lebenden Menschen. Auch beim Transport nach Übersee stürzen immer wieder größere Mengen des Plastikmülls in den Ozean.